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Kloster Baldegg

Vom Fürchten

editorial

 

Liebe Leserin, lieber Leser

 

Wer sich vor jedem Regentropfen fürchtet, ist überspannt oder verliebt. Oder erzählt Märchen. Apropos Märchen: Sie helfen lähmende Furcht überwinden. Das schreibt die Märchenkennerin, Sr. Fabiola. Auch wenn wir keine Kinder mehr sind sehen wir oft Gespenster. Was dagegen hilft? Hautnähe sagt P. Ziegler. Gespenstige Schatten im Kinderzimmer erlebte auch Sr. Beatrice. Dadurch lernte sie die eigenen Gefühle kennen, eine wichtige Voraussetzung für die Kontemplation. Ursula Andermatt, ehemalige Baldegger Seminaristin und heute bekannte Schauspielerin, versucht die Zeichen der Angst zu lesen, um nicht in ihr umzukommen. Angst liegt in der Luft, so lesen wir im Schreibtischgespräch von Psychologin und Politikerin. Sie diskutieren, was Stimmungen mit uns machen. Sr. Madeleine beschreibt, wie Jugendliche in Bosnien mit Theaterspielen versuchen, sich die Angst vor Resignation vom Leibe zu halten. Andere Strategien zur Bewältigung zeigt Sr. Renata auf. Seit Jahrtausenden haben Menschen im Psalmengebet Hilfe gefunden. Warum Gott niemandem Angst und Schrecken einjagen will, erläutert uns der Theologe Dr. Blank. Der Tod soll also nicht ängstigen. Ob das so ist? Für Sr. Luka steht er vor der Türe. Sie wartet auf die Erfüllung der verheissenen Verwandlung ihres Lebens im Geheimnis der Liebe Gottes.

 

Lesen Sie nach der Lektüre unseres BaldeggerJournals noch einmal dieses Gedicht. Sie werden es lieben lernen. Es trägt den Titel „Morgens und abends zu lesen“.

„Der, den ich liebe

Hat mir gesagt

Dass er mich braucht.

Darum

Gebe ich auf mich acht

Sehe auf meinen Weg und

Fürchte von jedem Regentropfen

Dass er mich erschlagen könnte.“

Bertold Brecht schrieb es für Liebende. Passt es nicht auch zum Weihnachtsfest, dessen Gabe einfach umwerfend ist: Gott hängt sein Herz an uns Menschen? Darum gebe ich auf mich acht, sehe auf meinen Weg und fürchte von jedem Regentropfen, dass er mich erschlagen könnte.

 

Lieber Leser, liebe Leserin

Geben Sie also acht: Gott hat gesagt, dass er Sie braucht. Frohe Weihnachten!

 

Herzlich grüssen Sie

Ihre Baldegger Schwestern

Sr. Marie-Ruth Ziegler

Inhalt Nr. 31/2016

Vom Fürchten

 

Editorial

 

Tanzende Schatten

Mitten am Tag eine Furcht

«Fürchtet euch nicht ...»

Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Theater spielen gegen Ausweglosigkeit und Resignation

Sich weder fürchten vor Gott, noch vor Hölle und Teufel

Meine Tage sind gezählt

Vertrauen ist Furcht, die gebetet hat

ZweiMinutenPredigt

Zwei Meinungen - ein Thema: Stimmungen ergreifen - Wie antworten?

Glauben & Beten

Zwei Bilder - ein Leben: Sr. Candida Irniger würde wieder Kindergärtnerin werden

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