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Kloster Baldegg

Vom Loben

editorial

 

Liebe Leserin, lieber Leser

 

Sie können sich nicht vorstellen, wie die Kühe um unser Kloster herum plegern. Stundenlang liegen sie im Gras, kauen und schauen. Wer von uns macht das noch? Einfach plegeren, faulenzen? Früher brachte der Sonntag das ersehnte Aufatmen. Heute braucht es Kurse für Leute, die in Panik geraten, wenn kein Termin drängt. Aber weiss man nachher, wie sich Faulenzen wirklich anfühlt? Das neue BaldeggerJournal ermutigt Sie zum Faulenzen. Warum? Weil es gut tut.

 

Orte können das Faulenzen erleichtern. Gäste in Hertenstein erzählen davon. Aber bitte keine Illusionen: Aus dem Hamsterrad des alltäglichen Trotts ausbrechen, ist schwierig. Denn die Ruhebank kann nicht die Lösung sein. So jedenfalls diskutiert es Klara Obermüller mit Sr. Hildegard. Prof. Christiane Blank doppelt auf Seite 8 nach: Um die Ziele des eigenen Lebens sinnvoll auszurichten, sind Müssiggang und innere Ruhe nötig. Das ist auch für Seelsorgende wichtig. Thomas Ruckstuhl nennt es „Durchatmen“. Und Sr. Renata hat für Sie wieder in den Psalmen gestöbert und empfiehlt uns: „Zu-Bett-gehen“ und Gott den Rest überlassen.

 

Was aber, wenn man gerne arbeitet? Was, wenn sich Sorgenfalten auf die Stirne legen beim Gedanken an die eigene Pensionierung? Unsere ehemalige Seminaristin Ursula Lötscher steht vor diesem Schritt. Wie geht es ihr dabei? Antworten gibt auch Toni Eggstein. Ihm gefällt schon das Wort Faulenzen nicht. Als pensionierter Geschäftsführer freut er sich, im Kloster Baldegg im Arbeitsprozess wieder gefordert zu sein.

 

Auch von Faulpelzen ist in diesem Heft die Rede. Im Land des „Dolce far niente“ gab es zur Zeit des Heiligen Franziskus welche. Weil er mit einem von ihnen nicht gerade zimperlich umging, erhält er einen Protestbrief aus Baldegg. Anders Pater Ziegler: Ihn hätte Franziskus gelobt. Lag er doch unfallbedingt mit Schmerzen im Unispital und wartete auf die immer wieder verschobene Operation. Da fiel ihm der versprochene Beitrag für dieses Journal ein. Pflichtbewusst wie der 90-Jährige ist, diktierte er den Text aus dem Spitalbett am Tag vor der Operation und korrigierte ihn am Tag nach der Operation. Wahrlich kein Faulenzer!

 

Lieber Leser, liebe Leserin

Als Gott die Welt erschaffen hat, ruhte er aus und freute sich am Geschaffenen. So wäre das Faulenzen auch für uns gedacht. Wir wünschen es Ihnen von Herzen.

 

Herzlich grüssen Sie

Ihre Baldegger Schwestern

Sr. Marie-Ruth Ziegler

Inhalt Nr. 34/2018

Vom Faulenzen

 

Editorial

Sr. Marie-Ruth Ziegler

 

Faulenzen will geübt sein

Sr. Beatrice Kohler

 

In Zukunft immer faulenzen

Ursula Lötscher

 

Faulenzen - Pfui

Dr. P. Albert Ziegler SJ

 

Faulenzen? Nein, danke!

Interview mit Toni Eggstein

 

Plegere

Dr. Thomas Ruckstuhl

 

Müssiggang in der heutigen Leistungs- und
Konsumgesellschaft

Prof. Dr. Christiane Blank

 

Bruder Mücke

Sr. Nadja Bühlmann

 

Durch Chillen zum Erfolg

Sr. Renata Geiger

 

„… durch nichts mehr als durch Nichtstun“

Von Schreibtisch zu Schreibtisch:

Sr. Hildegard Willi und Dr. phil. Klara Obermüller

 

 

ZweiMinutenPredigt

Sr. Sonja Kugler

 

Glauben & Beten

mit Sr. Elinda Brändle, Baldegg

 

Zwei Bilder - ein Leben

Sr. Helena Pichler war ein glückliches Kind

 

 

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